Bundesweite Konferenz von Organisationen russischsprachiger Einwanderer in Deutschland

6.-7. Juli 2007 Nürnberg

Pressemitteilung

 

            Am 6. und 7. Juli fand in der bayerischen Stadt Nürnberg die Bundesweite Konferenz von Organisationen russischsprachiger Einwanderer in Deutschland statt. An diesem repräsentativen Forum haben 84 Delegierte von mehr als 60 gemeinnützigen Vereinen und Verbänden der russischen Muttersprachler mit Migrationshintergrund aus 15 Bundesländern teilgenommen.

           Am Tag der Eröffnung der Konferenz wurden hochrangige Gäste aus Russland vom OB der Stadt Nürnberg, Herrn Ullrich Mali, im Nürnberger Rathaus empfangen. Am Empfang nahmen die Vertreter der Stadtverwaltung, der Ausländerbeauftragte und weitere Personen teil.

Der Vorsitzende der Regierungskommission für Angelegenheiten der im Ausland lebenden russischen Mitbürger, Herr Außenminister Sergej Lawrow, unterstrich in seinem Grußwort die Wichtigkeit des Forums und wünschte seinen Teilnehmern eine ergebnisreiche Arbeit.  Weitere Grußworte kamen von der Leiterin des Russischen Zentrums für Internationale wissenschaftliche und kulturelle Zusammenarbeit des Auswärtigen Amtes Frau E. Mitrofanowa,  vom Russischen Botschafter in Deutschland, Herrn W. Kotenew,  vom Mitglied der Gesellschaftlichen Kammer der Russischen Föderation, Herrn А. Kutscherena,  von den Mitgliedern des Deutschen Bundestags Frau S. Laurischk (FDP) und Herrn J .Winkler (Bündnis 90/Grüne). Das Forum wurde von  der Russisch-Orthodoxen Kirche durch den Erzbischof  Feofan gesegnet. Wie Herr Erbischof Feofan anmerkte, hilft die Kirche den russischen Muttersprachlern "eine Einheit im Fahrwasser der gemeinsamen Kulturtradition des großen multinationalen Volkes wieder zu finden, sowie die freundschaftliche Beziehungen und gleichberechtigte Dialoge zu den anderen Völkern zu entwickeln".

         Vor der Konferenz traten die Gäste auf. Darunter waren Politiker, Vertreter der staatlichen Organisationen und Regierungsinstitutionen in Russland und Deutschland, wie der Referatsleiter des russischen Außenministeriums und Mitglied der Regierungs-kommission, Herr А.Tschepurin, der Duma-Abgeordnete, Herr S. Antufjew,  Generalsekretär CSU, der Abgeordnete des Bayerischen Parlaments, Herr Dr. Markus Söder, der Generalkonsul der Russischen Föderation in Bayern, Herr А. Karatschewzew, der  Bürgermeister der Stadt Nürnberg, Herr Dr. Klemens Gsell, Vertreter der Russischen Kulturstiftung, Herr L. Arinstein, der Kirchenvertrer Petr Stepanow, der Botschaftsrat W.Pjatin sowie Repräsentanten der Moskauer Institutionen, die für die Angelegenheiten der russischen Muttersprachler im Ausland zuständig sind: T. Poloskowa, J.Кaplun, W. Schapowalow. Sie begrüssten das Streben der russischen Landsleute zur Konsolidierung und versicherten ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit.

        Im Mittelpunkt der Betrachtung stand die Problematik der Identifikation, die sozialen und politischen Interessen der russischen Muttersprachler mit Migrationshintergrund und die deutsche Integrationspolitik sowie die Teilnahme der Zuwanderer und Aussiedler am politischen Leben in Deutschland.  

            Am zweiten Tag der Konferenz wurden die Sitzungen der Arbeitsgruppen durchgeführt, in denen die Teilnehmer der Konferenz die Schlüsselfragen der diversen Tätigkeitsrichtungen diskutiert haben:

 

                      1. Die Rolle Russisch-Deutscher Kulturzentren, künstlerischer
                         Kollektive und Vereine für die Erhaltung der russischen
                         Kultur und Entwicklung des deutsch-russischen kulturellen
                         Dialogs.

                      2. Die Erhaltung der russischen Sprache und russischer Kultur-
                          traditionen in der russischen Diaspora in Deutschland
                      3. Die russischsprachige Jugend in Deutschland. Probleme, Suche,
                          Perspektiven.

                       4. Russische Einwanderer in  Deutschland  und deutsch- und
                          russischsprachige Medien. Verlagstätigkeit.                
                       5. Die Interessen russischer Einwanderer und Möglichkeiten des
                           Zusammenwirkens mit staatlichen und gesellschaftlichen
                           Strukturen in Deutschland und Russland.
 

            An den Sitzungen nahmen auch die Gäste des Forums teil, darunter die Mitglieder der Moskauer Delegation. Als Ergebnis dieser Sitzungen wurden die Empfehlungen für die Tätigkeit eines neuen Koordinierungsrates in Deutschland lebender russischsprachiger Bürger formuliert.

            Wichtigstes Resultat der Konferenz ist die Billigung der „Richtlinien und Statuten des Koordinierungsrates“ sowie die Wahlen seiner Mitglieder.  An der ersten Sitzung des Koordinierungsrates wurde die Entscheidung getroffen, Landeskonferenzen durchzuführen und Koordinierungsräte auf Landesebene ins Leben zu rufen, um für die örtliche gemeinnützige Tätigkeit der in Deutschland beheimateten russischen Muttersprachler neue Impulse zu geben. Die Abschlussresolution der Konferenz wurde vorbereitet.

            Gäste und Teilnehmer lobten die gute Organisation des Forums, bestätigten seine Legitimation durch die zahlreiche Vertretung der verschiedenen Vereine, Verbände und Initiativen der Landesleute aus fast allen deutschen Bundesländern.

            In den Koordinierungsrat wurden folgende Personen gewählt:

           - auf Ebene der Bundesländern: W.Abaschina, J.Eremenko, Е.Каrаsewa, I.Кobyletskaja, W.Manjuk, E.Norwatowa, W.Papkow, D.Rahr, J.Rybalko, L.Syssojewa, W.Tatarnikowa, W.Schälike, L.Jurtschenko,

- als Experten für unterschiedliche Aufgabengebiete: М.Burd, D.Dragilew, Т.Luikina, J.Merian und T.Forner.

            Die Mitglieder des Koordinierungsrates wählten Frau I. Fixel zur Vorsitzenden des Koordinierungsrates. Damit wurde Sie auch in der Funktion des Mitgliedes im Weltkoordinierungsrat bestätigt.

 

Büro für die Öffentlichkeitsarbeit des Koordinierungsrates

 

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