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Svitlana Marynchak

Lehrerin an der Samstagsschule und dem Lyzeum

Ich wurde in der Ukraine, in der Stadt Dobropillja in der Region Donezk, geboren. Meine Liebe zur russischen Sprache und Literatur entstand bereits während meiner Schulzeit. Einen großen Einfluss darauf hatte meine wunderbare Russisch- und Literaturlehrerin. Sie hat mir geholfen, die Schönheit der Sprache und Literatur zu entdecken und in mir den Wunsch geweckt, meinen beruflichen Weg mit der Pädagogik zu verbinden. Schon damals und bis heute lese ich sehr gerne Werke russischer Schriftsteller und Dichter.

Während meiner Schulzeit besuchte ich eine Theater- und Schauspielgruppe. Ich liebte es, Gedichte vorzutragen und vor anderen Menschen aufzutreten. Außerdem machte es mir große Freude, jüngeren Kindern Märchen vorzulesen, ihnen interessante Geschichten zu erzählen und gemeinsam mit ihnen etwas Neues zu entdecken. Schon damals spürte ich, dass die Arbeit mit Kindern mir große Freude bereitet.

Nach dem Schulabschluss begann ich als Pionierleiterin zu arbeiten. Diese Tätigkeit war meine erste wichtige pädagogische Erfahrung und bestärkte mich in meinem Wunsch, Lehrerin zu werden. Anschließend studierte ich am Pädagogischen Institut in Kamenez-Podolsk, das ich erfolgreich abschloss.

Viele Jahre arbeitete ich als Lehrerin für russische Sprache und Literatur. Im Laufe meiner langjährigen Tätigkeit konnte ich umfangreiche pädagogische Erfahrungen sammeln. Ich entwickelte eigene methodische Materialien und interessante Aufgaben für den Unterricht und war stets bemüht, den Lernprozess für die Kinder nicht nur lehrreich, sondern auch abwechslungsreich und interessant zu gestalten.

Für meine Leistungen in der Arbeit mit Kindern wurde ich mehrfach mit Urkunden ausgezeichnet. Nach den Ergebnissen meiner letzten beruflichen Beurteilung wurde mir die Qualifikation „Senior-Lehrerin“ verliehen.

In meiner pädagogischen Arbeit war es mir immer wichtig, jedes Kind als eigene Persönlichkeit wahrzunehmen und seine individuellen Fähigkeiten, Interessen und Bedürfnisse zu berücksichtigen. Für mich bedeutet guter Sprachunterricht nicht nur, Kindern grammatische Regeln beizubringen. Ich möchte ihnen auch helfen, die Schönheit und Ausdruckskraft der Sprache zu entdecken, Texte zu verstehen, richtig zu sprechen und ihre Gedanken selbstständig und sicher auszudrücken.

Eine besondere Bedeutung haben für mich kreative und spielerische Aufgaben. Im Unterricht arbeite ich gerne mit Rätseln, Reimen, Bildergeschichten, Kreuzworträtseln und verschiedenen Sprachspielen. Wir schreiben Geschichten zu Bildern, erfinden Fortsetzungen zu Geschichten, führen kleine Dialoge und Szenen auf, arbeiten mit Gedichten und Märchen und gestalten manchmal auch kleine Rollenspiele.

Ich versuche, Aufgaben so zu gestalten, dass die Kinder selbst aktiv werden, ihre Fantasie einsetzen und eigene Ideen entwickeln können. Besonders schön finde ich es, wenn Kinder mit Freude am Unterricht teilnehmen, Fragen stellen und selbst etwas erzählen möchten.

Nach meinem Umzug nach Deutschland hatte ich das große Glück, meine geliebte berufliche Tätigkeit fortsetzen zu können. Seit mehreren Jahren bin ich als Russischlehrerin in der Samstagsschule und im Puschkin-Lyzeum des Russisch-Deutschen Kulturzentrums tätig.

Die Arbeit mit Kindern in Deutschland ist für mich eine neue und zugleich sehr wertvolle Etappe meines Berufslebens. Mit großer Freude gebe ich meine Kenntnisse und meine langjährige Erfahrung an die Kinder weiter und vermittle ihnen die russische Sprache, Literatur und Kultur.

Besonders glücklich macht mich zu sehen, wie sich die Kinder Schritt für Schritt weiterentwickeln: wie sie besser lesen, sicherer sprechen, neue Wörter lernen, grammatische Regeln verstehen und immer selbstbewusster ihre Gedanken ausdrücken.

Ich bemühe mich, in meinen Unterricht eine freundliche, positive und kreative Atmosphäre zu bringen. Mir ist wichtig, dass die Kinder keine Angst vor Fehlern haben, Fragen stellen, ihre Meinung äußern und Freude am Lernen haben.

Ich liebe meinen Beruf und bin überzeugt davon, dass eine gute Lehrerin nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch inspiriert, unterstützt und einem Kind hilft, an seine eigenen Fähigkeiten zu glauben.

Die Pädagogik ist ein wichtiger Teil meines Lebens geblieben. Die Arbeit mit Kindern erfüllt mich bis heute mit großer Freude und gibt mir das Gefühl, etwas Wertvolles für ihre persönliche und sprachliche Entwicklung beitragen zu können.